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Klimaanpassungspraxis

KLAS - Klimaanpassungsstrategie

Allgemeine Informationen

Förderprogramm: BMU - DAS
Themenfeld: Bevölkerungsschutz und Gesundheit Stadtplanung Überflutung

Ort/Einrichtung

Kommune: Bremen
Bundesland: Bremen

Projektbeschreibung

Vorsorgende Klimawandelanpassung durch frühzeitige Berücksichtigung von Belangen des oberflächigen Niederschlagswasserabflusses bei Stadtentwicklungs- und Stadtplanungsprozessen

Ziele und Aktivitäten

Motivation/Hintergrund:

Frühere Starkregenereignisse offenbarten die Vulnerabilität wichtiger Verkehrsinfrastruktur gegenüber Starkniederschlägen, welche zu Einschränkungen für den Rettungsverkehr, ÖPNV, Berufs- und Individualverkehr sowie zu Überflutungen von Kelleranalgen führten.

Spezifikation:

Überflutungsvorsorge durch Schadensbegrenzung und Risikomanagement (Gefahrenanalyse, Risikoanalyse krit. Infrastrukturen, Überflutungsvorsorge bei Kanalerneuerungen, "Runder Tisch" Überflutungsschutz,); wasser- und klimasensible Stadtentwicklung, Schwammstadt (dezentrale Regenwasserbewirtschaftung + Starkregenvorsorge, Institutionalisierung von Starkregenvorsorge; Stärkung der eigenvorsorge von Grundstückseigentümern (Schutz vor oberflächlich ablaufendem Wasser, Schutz vor Rückstau aus öffentlichem Kanalnetz, wassersensible Grundstückgestaltung;
Beiplan zum Flächennutzungsplan „Entwicklungspotentiale zur Anpassung an den Klimawandel“ -> Identifikation von bioklimatischen Belastungsräumen, Freiflächen mit sehr hohem Kaltlufttransportvolumen, Potentialräume für Entsiedelung

Kooperation und Vernetzung:

Kooperationspartner: Dr. Pecher AG; hanseWasser Bremen GmbH; aqua consult Ing. GmbH

Erkenntnisse

Projektergebnisse:

Starkregenkarte zur Information der Bevölkerung; Auskunft zur Gefahrenlage auf eingem Grundstückkostenlose Vor Ort Beratung; Praxisleitfaden für andere Kommunen für die Starkregenvorsorge

Herausforderungen:

Finanzierung, Nutzungskonflikte, Innenverdichtung; Das größte Potential für die Starkregenvorsorge, mit 60 % versiegelter Fläche, liegt auf privaten Grundstücken; oft fehlende Rückstausicherung der tiefliegenden Entwässerungseinrichtung, welche zur Flutung von Kellern führt

Erkenntnisse aus dem Projekt:

Veröffentlichung der Starkregengefahrenkarte wurde als sehr positiv Dienstleistung der Verwaltung wahrgenommen, bspw. in den Medien; Beratungsangebote für Privateigentümer wurden gut genutzt (2020: 1263 Anfragen); „runder Tisch“ ist das Zugpferd, also treibende Kraft mittlerweile; vorher war eher die Stadtentwässerung treibende Kraft

Weiterführende Links: