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Klimaanpassungspraxis

Cropping School – Kompetenznetzwerk Ökologischer Acker- und Pflanzenbau

Allgemeine Informationen

Förderprogramm: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK), Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
Themenfeld: Hitze und Trockenheit Partizipation, Bildung Überflutung
Laufzeitbeginn:
Laufzeitende:

Ort/Einrichtung

Kommune: Eberswalde
Bundesland: Brandenburg
Name der Einrichtung: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Projektbeschreibung

Einrichtung und Koordinierung eines regionalen Praxisnetzwerks mit überregionalen Kooperationen zwischen Landnutzungs-, Bildungs- und Wissenschaftsakteuren. Durch dieses Netzwerk soll eine neue Qualität in der Zusammenarbeit zwischen (Öko-)Landwirten erreicht werden, woraus sich perspektivisch eine zeitlich langfristige und selbstragende Anbauringstruktur ergeben soll.

 

Ziele und Aktivitäten

Motivation/Hintergrund:

Die Ökolandbau Region südliche Uckermark gilt heute als eine der größten ökologisch bewirtschafteten Ackerbauregionen Europas und bundesweit als Leuchtturmregion für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes. Angesichts sich stetig verändernder Rahmenbedingungen, wie dem Klimawandel und dem Agrar- und Bodenmarkt, stellt die Aufrechterhaltung dieses Leuchtturmcharakters eine große Herausforderung für die Öko-Betriebe in der Region dar.

Spezifikation:

Insbesondere Klimaanpassungsstrategien bedürfen regional angepasster Problemlösungsansätze. Diese sind jedoch für den einzelnen Betrieb aus dem alltäglichen Geschäft heraus nur schwer zu entwickeln. Die Entwicklung regionaler, betriebsspezifischer und individueller Lösungsstrategien stellt hohe Anforderungen an Wissen und Fähigkeiten der Landwirt*innen. Neben dem reinen Fachwissen spielt in der Landwirtschaft vor allem Wissen aus der beruflichen Praxis, das sogenannte Erfahrungswissen, eine wichtige Rolle.

Kooperation und Vernetzung:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., Julius Kühn Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen und ca. 15 Landwirtschaftbetriebe: Gut Temmen Agrar GmbH & Co. KG; Gut Wilmersdorf GbR; Anna und Franz-Christoph Michel GbR; Gut Kerkow Uckermark Landwirtschafts-betrieb KG; Gut Klepelshagen Deutsche Wildtier Stiftung; Gut Hessenhagen GmbH & Co. KG;Ökodorf Brodowin GmbH & Co.Kg; LWB Mittenwalde GbR; Ökolandwirtschaft Wallmow GmbH; Landwirtschaftsbetrieb Paulsen; Gut Polssen-Schmiedeberg GbR; Ökobetrieb Jakobshagen; Gut Peetzig GbR; Gut Ravensmühle; ABP Landwirtschaft Neugrimnitz GmbH

Erkenntnisse

Projektergebnisse:

Veröffentlichungen und Pressemitteilungen, Netzwerkveranstaltungen (s. Website)

Betriebe konnten eigene Lösungsstrategien durch das Netzwerk entwickeln: z.B. Zwischenfruchtbeurteilung und -einsatz zur Bodenverbesserung, Stickstoffbindung und -nutzung; Möglichkeiten von teilspezifischer Düngung zur Bodenverbesserung und Ressourceneinsparung, Leguminosenanbau als Stickstoffquelle im Ökolandbau, Anbausysteme zum mehrjährigen Klee-Luzerne-Gras als Stickstoffquelle, Bodenruhe oder Einfluss als Unkrautunterdrückungsmaßnahme, verschiede Bearbeitungstechnik (Grubber, Rollhacke, Pflug) und deren Wirkung auf Stickstoffmineralisierung und Unkrautregulierungsmethode, politische Empfehlungen und Durchsetzung zur neuen Beratungsrichtlinie (2018) im Land, dass auch Gruppenberatungsformate förderfähig sind.

Eine Evaluation erfolgte zum einen über die Datenanalyse der Teilnehmeranzahl der Veranstaltungen und zum anderen über regelmäßige Nachfragen bei Netzwerkteilnehmern zur Konzeptumsetzung sowie durch eine externe Befragung von zehn Teilnehmern zur Zufriedenheit und Zahlungsbereitschaft im Rahmen der Netzwerkarbeit. Des weiteren wurden die Arbeitszeiten der einzelnen Arbeitspakete und Aufgaben systematisch erfasst, um eine Kostenkalkulation des Gruppenberatungsformates zu erstellen.

Herausforderungen:

Durch eine fehlende verbandsunabhängige Landes-Beratungsinstitution sowie der fehlenden Bereitschaft von privatwirtschaftlichen Beratungskräften und den Öko-Verbänden konnte eine Weiterführung des Gruppenberatungsformates dieser Gruppe noch nicht erfolgen.